Das Leben kalibrieren ....





Tja, manchmal reisst einen das Leben "im Sprint" mit und die Zeit zieht an einem vorbei ... ist es nun doch schon 3 Jahre her, dass ich die letzte Momentaufnahme verfasst habe obwohl es an "Momenten" nicht gefehlt hat...es war eine wahrhaftige Achterbahn und fast hatte ich das Gefühl, als hätte sich die Form der Bahn geändert. Die Höhen wurden höher und gleichermassen die Tiefen tiefer..und dennoch hatte ich nicht mehr diese starke Gefühl des Schreckens wenn die "Abfahrt" begann. Jenes Gefühl wenn man genau weiss, dass es einem den Magen ausheben wird und man nicht weiss ob man lachen, weinen oder schreien soll...wenn einem der Wind so ins Gesicht bläst, dass man keine Kontrolle mehr über seine Gesichtszüge hat.


Die Abfahrten waren oft steil...was mich aber doch zufrieden auf diese hohen Bahnen blicken lässt ist das wissen, dass ich Vieles nun lenken kann. Früher dachte ich stets ich hätte keine Kontrolle über die Abläufe meines Körpers oder darüber ob er sich wieder dazu entschliesst einfach "umzufallen". Heute stehe ich da und kann nach heftigen Monaten dennoch sagen, dass ich stehen geblieben bin und seit nun 4 Jahren keinen Ohnmachtsanfall mehr hatte wofür ich unendlich viel Dankbarkeit empfinde.

Ich denke, das lässt sich ganz wunderbar unter "Erfolg" abstempeln und ich konnte diese immense Angst ablegen nicht zu wissen wann es wieder so weit ist. Denn gedanklich bereitet man sich ja noch während man am Boden liegt auf den nächsten Sturz vor. Denn lange Zeit schien dies das einzige zu sein was sicher und auf eine eigene Art und Weise "kontrollierbar" war. Die Vorbereitung auf die "Abfahrten" die genauso sicher waren wie der Umstand, dass die Sonne jeden Tag aufgeht.

Ja, die Achterbahnfahrten kommen immer wieder...aber ich habe für mich persönlich die Erfahrung gemacht bzw. hart an der Kontrolle der "Abfahrten" gearbeitet, dass sie zwar kommen...aber ich das "wie" bestimme. Ich habe vorallem eines gelernt ... Regelmässigkeit und Struktur sind essentiell für ein Weiterkommen. Aber noch wichtiger ist es diese festen Strukturen auch für einen Moment "loszulassen" wenn es unmöglich ist diese einzuhalten. Denn jeder Widerstand kostet Kraft. Und manchmal ist es einfach nicht möglich zu tun was wir uns vorgenommen haben. Zwingen wir uns aber dann dazu, stossen zwei Faktoren aufeinander die unser Leben erschweren und uns alle Kraft rauben.

Widerstand gegen etwas, dass ich nicht ändern kann und die Kritik an uns selbst, dass wir dessen nicht fähig sind.


Ich habe für mich persönlich etwas als besonders hilfreich empfunden. Meine "Aufgaben des Tages" zu priorisieren wenn ich merke, dass mein Körper nicht so kann wie mein Geist. Ich streiche alles, was nicht absolut notwendig ist.

Und gleichzeitig vereinbare ich mit mir selbst und meinen Mitmenschen Nachsicht. Die Nachsicht mit sich selbst ist hier wohl die schwerste Aufgabe...aber auch die Wichtigste. Denn nur wenn wir nachsichtig mit uns selbst sein können ist es uns möglich standhaft zu bleiben wenn das Aussen diese Nachsicht nicht mit uns teilt. Es ist besonders wichtig an seinen eigenen Denkmustern zu arbeiten. Das Aussen können wir nicht steuern. Aber das Innen. Ich habe mich lange gegen die Aussage gewehrt, dass doch alles von unseren eigenen Gedanken abhängt. Ich musste aber ... oder zum Glück feststellen, dass dem wirklich so ist. Meine Gedanken steuern mein Leben. Und wir alle strahlen unsere Gedanken aus.

Nicht immer ist es möglich...denn es braucht viel Übung. Ist ja unser Gehirn ein Muskel der ständig trainiert werden muss oder möchte.

Ich persönlich habe für mich herausgefunden, dass Glaubenssätze der Schlüssel zu mehr Kraft, Eigenständigkeit und Wertschätzung sich selbst gegenüber sind.

Also habe ich diesen Versuch gestartet und kann nach viel harter innerer Arbeit sagen, dass ich unzählige Male daran gescheitert bin, und es auch heute noch tue, und es viele Momente gab in welchen es doch so verführerisch war die Verantwortung für mein Denken der Vergangenheit zu zuschreiben. Doch immer wenn ich dies tat, verfiel ich wieder in Abhängigkeit meiner Aussenwelt. Einen wunderbaren Ansatz aus dem Buddhismus halte ich mir nun stets vor Augen.


Die effektivste Art um sich ein gute Zukunft zu schaffen ist es , sich gut um seine Gegenwart zu kümmern.

Denn die Gegenwart wird unweigerlich zu unserer Vergangenheit. Erschaffen wir uns eine gute Vergangenheit brauchen wir auch keine Angst vor der Zukunft zu haben.


Es hört sich simpel und einfach an und doch ist es eine Lebensaufgabe und ein ständiges bewusst werden unserer eigenen Verantwortung gegenüber unserer Gegenwart und Zukunft. Da ich aber so unglaublich viel Frieden, Freude und Ruhe in mir finde habe ich mich dazu entschlossen mich ganz diesem Thema zu widmen. Jeden Tag..jede Nacht und ganz gleich wie oft ich stolpere stets auf den Pfad zurück zu kehren der mit dabei hilft auch meine Schmerzen besser in den Griff zu bekommen.


Es ist ein ständiges kalibrieren der eigenen Emotionen, Gedanken, Bewegungen...aber es ist die beste Seelen-Medizin.

Es wäre nicht ehrlich zu sagen, dass ich mir nicht mehrmals am Tag wünsche mich nicht so anstrengen zu müssen durch den Tag zu kommen oder ständig auf meinen Körper, meine Gedanken und meine Umgebung acht zu geben. Nicht jeden Tag von neuem meine Grenzen zu wahren die ohnehin schon von "Natur aus" sehr "weich sind"... doch dies ist das Leben das mir geschenkt wurde und obwohl es von viel Verzweiflung, Schmerz und Angst geprägt ist ... ist es auch prall gefüllt mit der Presenz von so vielen lieben Menschen, schönen Erlebnissen, Momenten der Zufriedenheit und auch des Glücks...und vor allem ist es Meines und was ich daraus mache liegt an mir.

Dabei denke ich auch immer wieder an jene Mitmenschen, die diese Möglichkeit nicht haben...denn es gibt auch Situationen die traurigerweise keinen Platz für Beeinflussung oder Eigeninitative lassen. Jenen Menschen gilt ganz besonders meine Bewunderung weil sie hier sind und weiter kämpfen. Denn es gibt immer jemanden dem wir wichtig sind und der sich an unserer Gegenwart erfreut.

Ich werde dieses Jahr diesem Stück Freiheit widmen und meine persönlichen Methoden und Techniken teilen. Vielleicht ist etwas dabei, was auch Euch hilft also ist es ist einen Versuch wert alles nieder zu schreiben und Euch an meinem Weg teilhaben zu lassen.


Ich selbst habe viel von meinen Mitmenschen gelernt und bin unendlich dankbar für jeden einzelnen, der Teil meiner Mission geworden ist zu helfen. Aus all meinen Worten spricht auch die Kraft aller jener die mich auf meinem Weg begleiten und dieses Leben zu dem machen was es ist. Eine Achterbahn dessen Höhen die wunderschönsten Aussichten bietet und in dessen Tiefen ich nie alleine bin und ich auf wunderbare Menschen blicken kann die mir helfen wieder Anlauf zu nehmen.


Dafür möchte ich mich von ganzem Herzen bedanken!

Eure Katharina

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